Das Model & Die Materialien

Die Story hinter der Besetzung von „Reichbeschenkt“ hat schon was Einzigartiges an sich! Von Anfang an war gewollt, dass meine langjährige Freundin Natascha mit italienischen Wurzel ein Shooting inszenieren würde. Da Sie es nicht besonders mag vor der Kamera zu stehen, war Sie eigentlich nur bereit, hinter den Kulissen mitzuwirken. Zu meiner Verwunderung erhielt ich dann zu Weihnachten vergangenen Jahres einen Gutschein von Ihr, welcher anbot Sie für ein Shooting einplanen zu dürfen! Gesagt getan, aus dem Grund da es sich offensichtlich um ein Geschenk handelte, wurde Sie kurzerhand für „Reichbeschenkt“ besetzt. Da Sie Weihnachten zudem überhaupt nicht ausstehen kann, war es umso erfreulicher für uns, Sie als eine Art Weihnachtsfee in Szene setzen zu dürfen.

 

Um die richtige winterliche Atmosphäre zu gestalten, verwendeten wir Kunstschnee welche von den Assistenten in Richtung Model geworfen wurde. Der Schnee erwies sich glücklicherweise auf den Bildern als real! Bei der Verwendung, hatte dieser noch einen seltsam rosa schimmernden Glanz welcher aber dann zum Glück auf den Aufnahmen nicht zu sehen war. Am Schluss der Session durfte Sie die aufgebaute Stadt aus Geschenken komplett zerstören, welches ihr grosse Freude bereitete.

 

Für das Gewand wurden grüne und beige karierte Geschenkpapiere verwendet. Dies wurde mit goldigem Weihnachtsstoff ergänzt. Für einen eye catcher sorgt der hochwertige Weihnachtsbaumschmuck welcher als Ohrringe gedient hat.


Interview mit Natascha

Wie denkst du über Weihnachten?

Naja,die Leute die mich kennen, wissen wie ich über Weihnachten denke, was jedoch unpassend für die breite Öffentlichkeit wäre.(lacht) Um es mit bedachten Wörtern auszudrücken, würde ich sagen, dass Weihnachten definitiv nicht zu meinen Lieblings Feiertagen gehört. Um es krasser zu formulieren ekelt mich Weihnachten regelrecht an. Es gibt keine andere Zeit, in der die Menschen scheinheiliger sind, als zur Adventszeit! Das ganze Getue und Drumherum bloß weil Zimt- und Biskuitduft in der Luft liegen, kann ich einfach nicht verstehen. Das Wesentliche, also das Beisammensein, die Frömmigkeit, das Besinnen, die Nächstenliebe, das was Weihnachten eigentlich ausmacht, sind seit der Kommerzialisierung und dem Kapitalismus Vergangenheit. In unserer sehen und gesehen werden Gesellschaft kommt es seit langen nicht mehr auf die Grundwerte der Weihnachtszeit an. Nein, ganz im Gegenteil. Heute geht es nur noch darum wer was und wie viel geschenkt gekriegt hat. Was eigentlich mal eine entspannte, erholsame Zeit sein sollte, ist heute einer der gestressten und nervigsten Periode im Jahr. Fazit: Weihnachten gehört abgeschafft!

 

Welches war das schlimmste Geschenk welches du je erhalten hast?

(nach langem, sehr langem überlegen) Trotz eifrigem nachdenken, kann ich mit Glück, kein einziges Geschenk aufzählen, das mir nicht gefallen hat. Aber wenn ich eines nennen müsste, wären es die zwei Diddl-Schreibblöcke, die mir in der 6. Klasse geschenkt wurden. Darüber bin ich sehr froh, denn es hätte mit einer rosa Plüschjacke viel schlimmer enden können.

 

Wenn du dir aus einem Gegenstand ein Kleid machen lassen könntest, welcher wäre das?

Ich bin halt schon der Stofftyp. Lasse nichts außer Seide und Kaschmir an meine Haut!(lacht)

Nein, Spaß bei Seite. Ein konkretes Kleid hätte ich schon in meiner Vorstellung aus Luftballöne. Ein Kleid nur mit Blumen fände ich auch super. Aus Büchsen und Draht könnte man stylische Outfits kreieren. Ein Abendkleid aus Federn, einen Anzug aus Zeitungspapier, oder ein Overall aus Toilettenpapier könnte ich mir auch vorstellen.

 

Wie war das Shooting für dich?

Das Schwierigste bei diesem Shooting war sicherlich die Bewegungsbeeinträchtigung, da das Kleid sehr empfindlich war. Auch das Schminken und Frisieren war oder ist eine Herausforderung für mich, da ich mich nicht sehr lange stillhalten kann und auf einige Gesichtspartien empfindlich reagiere. :)

Da ich nicht gerne im Mittelpunkt stehe, ist ein Einzelshooting für mich immer etwas Unbehagliches, das die zusätzlichen Leute noch verstärkten. Schließlich will man ja eine gute Figur abgeben, und den Fotografen und Stylisten zufrieden stellen. Dennoch hatte ich meinen Spaß als Model, auch wenn ich dies nicht sofort wiederholen möchte.


Hinter den Kulissen von "Reichbeschenkt"